Die Rerode R1 im Video-Review
Die Rerode R1+ im Video-Review
Die R1+ legt bei Ausstattung und Straßenzulassung nach – ob sich der Aufpreis lohnt, klärt Aaurum in seinem Test. Sein Fazit im Video: eine „traumhafte E-Moto“, vor allem für alle, die legal auf der Straße unterwegs sein wollen.
Kurzantwort Rerode R1 vs R1+: Die Rerode R1 ist das leichtere, agilere Einstiegsmodell mit 4.000 W Nennleistung und 330 Nm Drehmoment – ideal für Trail-Einsteiger und Fahrer, die ein verspieltes, wendiges E-Moto suchen. Die Rerode R1+ legt in allen Bereichen nach: 5.000 W Nennleistung mit bis zu 17 kW Spitzenleistung im Sport+-Modus, 500 Nm Drehmoment, größerer 40-Ah-Akku und stärkere Bremsen. Wer maximale Performance will, greift zur R1+ – wer ein leichtes, gutmütiges Bike für Trails sucht, ist mit der R1 bestens bedient.
Rerode hat sich in kürzester Zeit einen Namen in der E-Moto-Szene gemacht: leichte, hochwertig verarbeitete Elektro-Dirtbikes, die es direkt mit den etablierten Modellen von Sur-Ron und Talaria aufnehmen. Mit der R1 und der R1+ stehen zwei Modelle zur Wahl, die auf den ersten Blick ähnlich aussehen – technisch aber deutlich unterschiedliche Zielgruppen ansprechen. In diesem Vergleich zeigen wir dir alle Unterschiede im Detail.
Rerode R1 und R1+ im Überblick: Die wichtigsten Unterschiede
Die R1+ ist keine bloße Modellpflege der R1. Rerode hat für die R1+ Rahmen, Motor, Controller und Akku überarbeitet, das Ergebnis ist eine eigenständige Plattform mit spürbar mehr Leistung. Die drei größten Unterschiede:
- Leistung: Die R1+ liefert 500 Nm Drehmoment gegenüber 330 Nm bei der R1 – ein Plus von über 50 %. Im temporären Sport+-Modus stehen bis zu 17 kW Spitzenleistung bereit.
- Akku: Die R1+ kommt mit einem 72V/40Ah-Akku statt 72V/35Ah – mehr Kapazität für längere Sessions.
- Bremsen & Fahrwerk: Vorne verzögert die R1+ mit einer größeren 220-mm-Bremsscheibe (R1: 203 mm), die Fastace-Gabel bietet High- und Low-Speed-Druckstufenverstellung.
Vergleichstabelle: Rerode R1 vs. R1+
| Merkmal | Rerode R1 | Rerode R1+ |
|---|---|---|
| Motor | LPMSM-Mittelmotor, 72 V | LPMSM-Mittelmotor, 72 V |
| Nennleistung | 4.000 W | 5.000 W |
| Spitzenleistung | bis ca. 10.000 W | bis ca. 17.000 W (Sport+-Modus) |
| Max. Drehmoment | 330 Nm | 500 Nm |
| Akku | 72 V / 35 Ah, entnehmbar | 72 V / 40 Ah, entnehmbar |
| Ladezeit | ca. 4 Stunden (10-A-Schnellladegerät) | ca. 4 Stunden (10-A-Schnellladegerät) |
| Höchstgeschwindigkeit | ca. 90 km/h | ca. 95 km/h |
| Reichweite | bis ca. 120 km (moderates Tempo) | bis ca. 120 km (bei 25 km/h) |
| Gewicht (mit Akku) | ca. 59 kg | ca. 65 kg |
| Federgabel | Fastace, 200 mm Federweg | Fastace, 200 mm Federweg, High-/Low-Speed-Druckstufe |
| Bremsen | 4-Kolben hydraulisch, 203 mm v/h | 4-Kolben hydraulisch, 220 mm vorne / 203 mm hinten |
| Fahrmodi | Eco / Sport / Sport+ | Eco / Sport / Sport+ |
| Rekuperation | Ja | Ja (Sport & Sport+) |
| Radstand | 1.239 mm | 1.280 mm |
| Sitzhöhe | 835 mm | 845 mm |
| Zuladung | ca. 100 kg | ca. 100 kg |
| Preis | 4.290,00 € | 5.490,00 € |
Hinweis: Herstellerangaben können je nach Modelljahr und Auslieferungsstand variieren. Die verbindlichen Daten findest du auf der jeweiligen Produktseite.
Motor & Leistung: Hier liegt der größte Unterschied
Beide Modelle setzen auf einen modernen LPMSM-Mittelmotor mit FOC-Sinus-Controller – das sorgt für sanfte, präzise dosierbare Leistungsentfaltung ohne Ruckeln.
Die R1 liefert 4.000 W Nennleistung und 330 Nm Drehmoment. Das reicht für steile Anstiege, Wheelies und flotte Trail-Runden locker aus und liegt auf dem Niveau vergleichbarer Bikes wie der Sur-Ron Light Bee oder Talaria Sting.
Die R1+ spielt eine Klasse höher: 5.000 W Nennleistung und satte 500 Nm Drehmoment. Der Sport+-Modus schaltet temporär bis zu 17 kW Spitzenleistung frei – quasi ein Boost-Knopf für Sprints und steile Kletterpassagen. Wer von einem 125er-Verbrenner oder einer getunten Sur-Ron umsteigt, wird sich auf der R1+ sofort zuhause fühlen.
Akku & Reichweite: Mehr Kapazität für die R1+
Beide Akkus sind entnehmbar und laden mit dem mitgelieferten 10-A-Schnellladegerät in rund 4 Stunden vollständig auf. Der Unterschied liegt in der Kapazität:
- R1: 72 V / 35 Ah (ca. 2,5 kWh)
- R1+: 72 V / 40 Ah (ca. 2,9 kWh)
In der Praxis bedeutet das: Die R1+ hält bei gleichem Fahrstil länger durch – oder gleicht ihren höheren Leistungshunger aus. Bei zurückhaltender Fahrweise sind mit beiden Bikes Reichweiten um die 100–120 km realistisch; im harten Offroad-Einsatz mit vollem Leistungsabruf solltest du eher mit 40–60 km rechnen. Die Rekuperation gewinnt beim Bremsen und Bergabfahren Energie zurück.
Fahrwerk, Bremsen & Geometrie
Bei der Federung setzen beide auf eine Fastace-Gabel mit 200 mm Federweg. Die R1+ bietet zusätzlich getrennte High- und Low-Speed-Druckstufenverstellung – ein Feature, das man sonst eher an teuren MX-Fahrwerken findet und das sich präzise auf Fahrergewicht und Gelände abstimmen lässt.
Bei den Bremsen haben beide Modelle hydraulische 4-Kolben-Anlagen. Die R1+ bekommt vorne eine größere 220-mm-Scheibe (statt 203 mm) – sinnvoll angesichts der höheren Leistung und des etwas höheren Gewichts.
Die Geometrie unterscheidet sich subtil: Die R1 ist mit 1.239 mm Radstand und ca. 59 kg das agilere, verspieltere Bike – perfekt für enge Trails und technisches Gelände. Die R1+ liegt mit 1.280 mm Radstand und ca. 65 kg ruhiger und stabiler, besonders bei hohem Tempo.
Für wen lohnt sich die Rerode R1?
Die Rerode R1 ist die richtige Wahl, wenn du:
- ein leichtes, wendiges E-Moto für Trails und technisches Gelände suchst
- neu im E-Moto-Bereich bist und ein gutmütiges, aber keineswegs langweiliges Bike willst
- Wert auf ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis legst
- ein Bike möchtest, das sich mit Sur-Ron Light Bee und Talaria Sting messen kann – bei geringerem Gewicht
Für wen lohnt sich die Rerode R1+?
Die Rerode R1+ ist die richtige Wahl, wenn du:
- maximale Performance willst: 500 Nm und bis zu 17 kW Spitzenleistung
- von einem stärkeren Bike umsteigst und keine Kompromisse eingehen möchtest
- ein einstellbares Fahrwerk und stärkere Bremsen zu schätzen weißt
- bereit bist, für das Leistungsplus etwas mehr zu investieren
Wichtig: Zulassung und Einsatzbereich in Deutschland
Sowohl die Rerode R1 als auch die R1+ sind mit Straßenzulassung erhältlich. Während die R1 lediglich als 50ccm verfügbar sein wird, kannst du bei der Rerode R1+ frei zwischen L1e und L3e Zulassung wählen. Wenn du ein straßenzugelassenes E-Moto suchst, findest du in unserer Übersicht der E-Motos mit AM-, A1- oder B196-Eignung passende Alternativen – oder du lässt dich direkt vom moviba-Team beraten.
Fazit: R1 oder R1+ – unsere Empfehlung
Beide Bikes gehören zum Besten, was der E-Moto-Markt aktuell in der Leichtgewichtsklasse zu bieten hat. Die Entscheidung hängt allein von deinem Anspruch ab:
- Rerode R1 = leicht, agil, einsteigerfreundlich, top Preis-Leistung
- Rerode R1+ = kompromisslose Performance, mehr Akku, besseres Fahrwerk, stärkere Bremsen
Unser Tipp: Wenn du unsicher bist, komm vorbei und schau dir beide Modelle live an – in unseren Stores in Lindlar (NRW) und Naumburg kannst du die Rerode-Modelle direkt vergleichen und dich persönlich beraten lassen.
Rerode R1 bei moviba ansehen
Rerode R1+ bei moviba ansehen
FAQ: Häufige Fragen zu Rerode R1 und R1+
Was ist der Unterschied zwischen Rerode R1 und R1+?
Die R1+ bietet mehr Nennleistung (5.000 W statt 4.000 W), deutlich mehr Drehmoment (500 Nm statt 330 Nm), einen größeren Akku (40 Ah statt 35 Ah), eine größere vordere Bremsscheibe (220 mm statt 203 mm) und eine Gabel mit High-/Low-Speed-Druckstufenverstellung. Die R1 ist dafür rund 6 kg leichter und agiler.
Wie schnell fahren die Rerode R1 und R1+?
Die Rerode R1 erreicht ca. 90 km/h, die R1+ ca. 95 km/h Höchstgeschwindigkeit. Beide sind reine Offroad-Fahrzeuge ohne Straßenzulassung.
Wie weit kommt man mit einer Akkuladung?
Bei moderatem Tempo sind mit beiden Modellen bis zu ca. 120 km möglich. Im sportlichen Offroad-Einsatz mit vollem Leistungsabruf liegt die realistische Reichweite bei etwa 40–60 km.
Wie lange dauert das Laden?
Beide Modelle laden mit dem mitgelieferten 10-A-Schnellladegerät in rund 4 Stunden vollständig auf. Die Akkus sind entnehmbar und können separat geladen werden.
Darf ich die Rerode R1 oder R1+ auf der Straße fahren?
Ja. Beide Modelle haben eine Straßenzulassung und dürfen in Deutschland bewegt werden. Vorbestellen lohnt sich, denn die ersten Modelle treffen vermutlich KW31 bei uns ein!
Ist die Rerode R1 mit der Sur-Ron Light Bee vergleichbar?
Ja, die R1 spielt in derselben Klasse wie die Sur-Ron Light Bee X und Talaria Sting, ist dabei aber leichter. Die R1+ übertrifft mit 500 Nm und bis zu 17 kW Spitzenleistung die Serienleistung dieser Modelle deutlich.
Wo kann ich Rerode Probefahren?
Direkt vor Ort in unseren Stores in Lindlar (NRW) und Naumburg.